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Tefal Actifry 2 in 1 im Test: Braucht man diese Heißluftfritteuse?

Eine Fritteuse, aus der gesundes Essen kommt, erobert immer mehr Haushalte: Tefals Actifry Heißluftfritteuse. Ist das Gerät wirklich so toll? Wir haben den Typ "2 in 1" getestet und waren erst mal enttäuscht, denn ein wichtiges Kriterium erfüllt sie nicht. Und doch gehört sie jetzt fest zu unserer Familie und ist nicht mehr wegzudenken.

 
Alle reden über den Thermomix. Aber: Immer mehr Liebhaber des guten, gesunden und unkomplizierten Essens sprechen über die Actifry-Heißluftfritteuse von Tefal.
 
"Sie ist vor allem sooo superpraktisch …!", sagte eine Kollegin einmal - und damit hatte sie mich. Ich konnte nicht mehr aufhören, an die Actifry zu denken. Tefal ließ uns das Gerät nun einige Monate testen (vielen Dank!) - hier kommt unser Fazit.

Was ist die Actifry überhaupt?

Eine Heißluftfritteuse, die Tefal in verschiedenen Ausführungen anbietet. Das Essen wird nicht in Fett frittiert, sondern durch heiße Luft, man gibt nur einen Löffel Öl dazu. Damit es gleichmäßig erhitzt wird, wird es von einem Rührarm bewegt.
 
Wir haben die Actifry 2 in 1 (Amazon-Preis derzeit: knapp 200 Euro) getestet, die aus meiner Sicht den entscheidenden Clou hat: Unten kann man Gemüse, Pommes oder ähnliches zubereiten, oben befindet sich eine Grillplatte, die sich ebenfalls dreht. 

Was kann man alles damit machen?

Hier ein Eindruck davon, was wir in den vergangenen Monaten alles mit der Actifry gemacht haben (für mehr Details auf das jeweilige Foto klicken):

Am häufigsten gab es bei uns: Fleischpflanzerl (für Nicht-Bayern: Bouletten/Frikadellen), Steak, Fischstäbchen (je ca. zwölf Min.), aufgebackene Brötchen (8 Min.), Bratwürstchen (12 Min.) und Pommes (am besten von McCain, je nach Menge max. 45 Min) - aber auch warmen Salat, Speck und Kuchen.
 

Leider kommt vom Unternehmen nicht viel Input für Rezeptideen. Es wird ein kleines Heftchen mitgeliefert, das für die Basics (Pommes, Fleisch, Fisch etc.) sehr nützlich ist. Auch gibt es eine App mit einigen Rezepten, die wir aber wenig ergiebig fanden.


Mein Tipp für jeden, der sich eine Actifry anschafft: Tretet der Facebook-Gruppe "Tefal Actifry Rezepte“ bei, das ist einfach genial! Die Leute dort inspirieren einen mit tollen Ideen: Nüsse mit verschiedenen Gewürzen rösten, gebrannte Mandeln, Eintöpfe, überbackenes Gemüse, Datteln im Speckmantel …

 

Es gibt auch noch Zubehör, mit dem die Anzahl der Möglichkeiten wächst: Wer zum Beispiel den Snackkorb dazubestellt, kann auch Muffins in der Actifry backen (was wegen des Rührarms unten nicht geht - und für die Grillplatte sind die Muffins zu hoch).

Was absolut genial ist an der Actifry

  • Man benutzt wenig zusätzliches Fett! Bei selbstgemachten Pommes reicht ein bisschen Öl, bei TK-Pommes muss man überhaupt nichts dazugeben. Steaks und Frikadellen gibt man auch einfach so auf die Grillplatte.
     
  • Daraus folgt: kein nerviges Fett-Rumgespritze in der Küche …
     
  • ... und: der Geruch hält sich total in Grenzen.
     
  • Kein Pfannengeschrubbe! Man kann die Teile in die Spülmaschine geben, ich wasche sie höchstens vorher einmal grob ab.
     
  • Und was ich LIEBE (weil ich es am Kochen hasse): Die Actifry kocht für einen. Man steht nicht mit einem Pfannenwender daneben und schickt gestresst die Kinder aus der Küche, während man vor dem spritzenden Fett regelmäßig zur Seite hüpft, sondern lässt das Gerät machen. Essen rein - und dann Tisch decken oder mit den Kindern spielen. Ich kann nicht oft genug betonen, wie schön das ist.

—> All diese praktischen Vorteile führen dazu, dass wir jetzt beispielsweise Fleischpflanzerl viel, viel öfter essen! Früher war danach alles vollgespritzt, meine Haare haben genauso gestunken wie das ganze Haus.

 

  • Die gleichen Vorteile gelten für Steaks - mit der Grillplatte kein Problem mehr.
     
  • Das Essen schmeckt super. Beispiel Bratwürstchen: Das Ölige hat uns immer gestört, jetzt sind sie kross und eben fast wie vom Grill.
     
  • Was Pommes, Brötchenaufbacken etc. betrifft: Theoretisch könnte man das auch im Backofen machen. Aber erstens bleibt einem das Vorheizen erspart, zweitens werden sie rundherum schön gebräunt durch den Rührarm, der sie immer in Bewegung hält.
     
  • Praktisch ist auch, wie die Actifry konstruiert ist. Den unteren Teil kann man dank eines ausklappbaren Griffs wie einen Topf auf den Tisch stellen, also kein Umfüllen nötig. Einen Teil des Griffs kann man lösen und damit die Grillplatte transportieren - genial.

Nachteile der Actifry - und wie man damit klarkommt

  • Der größte Nachteil der Actifry sorgt in diversen Foren für große Diskussion, weil viele Tefal-Kunden diesen Makel tatsächlich erst mal nicht fassen können oder wahrhaben wollen: Die Actifry 2 in 1 kann zwar unten garen und oben grillen, aber nicht gleichzeitig!
    Das heißt: Wer unten Pommes macht, muss diese fast fertig werden lassen, bevor er oben das Fleisch auflegt. Wenn das Fleisch fertig ist, nimmt er die Grillplatte ab und lässt die Pommes noch mal ein paar Minuten weiterroutieren, damit sie noch etwas krosser werden. 
  • Das mit der erhofften Zeitersparnis ist somit ein absoluter Trugschluss, und das ist wirklich, wirklich schade. Wenn man es einmal kapiert hat, kommt man natürlich irgendwie damit klar - was mich aber zum nächsten Punkt bringt:
     
  • Als Koch-Idiot kann ich sagen: Ganz idiotensicher ist das Gerät erst mal nicht. Allein, bis man kapiert hat, dass "2 in 1" bedeutet: 2 Funktionen, aber leider hintereinander und nicht gleichzeitig. Wenn man das aber raushat und die ersten Sachen ausprobiert hat, läuft's.
     
  • Die Maschine nimmt recht viel Platz weg, kann aber keine so gewaltigen Mengen zubereiten. Für uns - zwei Erwachsene und drei Kindergartenkinder - hat sich bewährt, unten eine große Menge Pommes zu machen (1,5 kg Fassungsvermögen) und Fleischbällchen oben dann in zwei Fuhren: Während wir die ersten essen, brutzelt in der Küche der Nachschub. Das klappt gut.
     
  • Die Fleischpflanzerl müssen klein sein, weil auf er Grillplatte nicht viel Spielraum ist. Steaks muss man halbieren.
     
  • Koch-Dummys wie ich sind mit ihren Ideen schnell am Ende, was man alles damit machen kann - weil einem Tefal nicht viele Rezepte an die Hand gibt. Wie schon oben erwähnt, lautet der heiße Tipp, der Facebook-Gruppe "Tefal Actifry Rezepte“ beizutreten.
     
  • Wie man dort aber auch schnell merkt: Der Umgang erfordert mehr Raffinesse als etwa der Umgang mit einem Thermomix.
    Viele beklagen sich zum Beispiel darüber, dass ihre selbstgemachten Pommes einfach nicht kross werden. Manche vergessen vielleicht, dass heiße Luft natürlich nicht dasselbe Resultat bringt wie Frittieren in Öl, sondern halt eher der Zubereitung im Backofen gleicht.
    Es gibt aber ein paar Tricks, die man sich aneignen kann. In der Facebook-Gruppe lernte ich zum Beispiel, dass man die Kartoffeln sehr gründlich und lang waschen, um möglichst viel der Stärke loszuwerden, und dann gut abtrocknen muss. Den Deckel der Fritteuse dann ab und zu öffnen und einmal "durchlüften".

Fazit

Ob man die Actifry braucht oder nicht, ist NATÜRLICH eine Typfrage und wird von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich sein.

Doch obwohl sie den gewaltigen Haken hat, dass die zwei Funktionen nicht gleichzeitig laufen: Für uns ist sie ein Gerät, auf das wir nicht mehr verzichten wollen und das fast täglich im Einsatz ist.
 
Nicht dabeistehen und danach nicht schrubben zu müssen - ich kann nur sagen: DANKE, Tefal! Die Actifry erleichtert mir wirklich das Leben, und das ist das größte Geschenk, was man einer Mutter machen kann.

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